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Warum der Osterlauf einem Chefarzt am Herzen liegt
Bild: v.l.: Grün-Weiß Vizepräsident Olaf Hildebrandt, Sparkassen-Vorstandsmitglied Achim Frohß, Daniel Fröse (Sportnavi.de), Mareen Walbaum (SC Grün-Weiß Paderborn), Prof. Dr. Andreas Götte, GW-Präsident Martin Kaiser, Jakob Willeke (Farbecht), Mathias Vetter (SC Grün-Weiß Paderborn) und Osterlauf-Organisationsleiter Christian Stork
09. März 2026

Warum der Osterlauf einem Chefarzt am Herzen liegt

Verfasst von Hans-Peter Tipp.

„Nicht jeder sieht aus wie der David von Michelangelo!“

Paderborn. Der Osterlauf liegt ihm am Herzen. Das wurde deutlich, als Professor Dr. Andreas Götte am Donnerstag (6. März) beim 2. Sponsorenabend des 78. Paderborner Osterlaufes über „Sport und Herzgesundheit“ sprach. Zudem stellte der renommierte Chefarzt der Kardiologie des Paderborner St. Vincenz-Krankenhauses einen von ihm entwickelten Fragebogen vor, der Läuferinnen und Läufern helfen kann, versteckten Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems auf die Spur zu kommen.

 

„Der Osterlauf ist eine tolle Initiative des SC Grün-Weiß Paderborn und den Sponsoren, um die Bevölkerung zu sportlichen Aktivitäten anzuregen“, sagte der Mediziner. Denn da herrsche heutzutage großer Nachholbedarf. Professor Dr. Götte: „Wir wissen, dass gerade bei Kindern und Jugendlichen die notwendigen 60 Minuten pro Tag an körperlicher Aktivität überhaupt nicht mehr vollzogen werden. Dadurch nimmt leider die Körperlichkeit nicht nur im Kindesalter, sondern gerade auch bei den Erwachsenen deutlich ab.“

 

Ganz besonders liegen dem Kardiologen des St. Vincenz-Krankenhauses aber die Läuferinnen und Läufer am Herzen, die das größte Laufsportevent der Region so einzigartig, bunt und vielfältig machen. „Natürlich ist Sport gesund“, stellte der Professor fest, schob aber sogleich die aus seiner Sicht entscheidende Frage nach: „Wie gesund ist der Sportler?“

 

Es sei ja offensichtlich, dass nicht alle, die am Osterlauf teilnehmen, so aussehen wie der David von Michelangelo. Und so könnten Risiken wie vorbestehende, aber nicht erkannte Grunderkrankungen durchaus gefährlich werden. Beispielhaft nannte Professor Dr. Götte Erkrankungen des Herzmuskels oder der Herzkranzgefäße.

 

Um solche gesundheitliche Risiken frühzeitig erkennen zu können, hat die St. Vincenz-Kliniken GmbH extra zum Osterlauf einen Fragebogen entwickelt. Er erleichtert Teilnehmenden eine ehrliche Selbsteinschätzung und steht zum Download bereit. Der Fragebogen besteht aus 15 einfachen Ja-und-Nein-Fragen, deren Beantwortung nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Sollte eine Frage bejaht werden müssen, rät Professor Dr. Götte: „Nehmen Sie am besten mit dem Hausarzt oder einem Kardiologen Kontakt auf, um eine noch bessere Sicherheit für die Teilnahme zu haben.“ Schließlich, so der Mediziner, solle der Osterlauf für alle Beteiligten ein tolles Ereignis werden, bei dem „man schadensfrei das Ziel erreicht – vielleicht nicht in Bestzeit, aber mit bester Laune.“

 

Der 2. Sponsorenabend des 78. Paderborner Osterlaufes wurde ausgerichtet von der Medienagentur Farbecht in den Räumen der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter in Paderborn. Dort begrüßten Hausherr Achim Frohß im Namen des Sparkassen-Vorstandes und Co-Geschäftsführer Jakob Willeke von Farbecht die zahlreichen Gäste.

 

Martin Kaiser, Präsident des SC Grün-Weiß Paderborn, bedankte sich bei den Sponsoren: „Ohne ihr Engagement könnten wir den Lauf so nicht auf die Straße bringen.“ Verantwortlich für die Sponsorenbetreuung beim größten Laufsportevent der Region ist Wolfgang Krenz, der Ehrenpräsident des SC Grün-Weiß Paderborn. Er betonte, dass es das finanzielle Engagement der Unternehmen dem Orga-Team ermögliche, seine gute Arbeit ohne finanzielle Sorgen zu leisten. Krenz betonte: „Der Osterlauf ist ein Event, das Paderborn attraktiver macht, und wir sind stolz, diesen Lauf durchführen zu können.“

 

Den abwechslungsreichen Sponsorenabend rundeten zwei Firmenporträts ab. Farbecht-Co-Geschäftsführer Jannik Studinski stellte die Arbeit der Social-Media-

Profis vor. Daniel Fröse vom neuen Osterlauf-Firmencup-Partner sportnavi.de erläuterte, wie das digitale Bewegungsportal Unternehmen hilft, die Fitness ihrer Mitarbeitenden zu verbessern.

 

Neben aktuellen Zahlen und Fakten zur 78. Paderborner Osterlaufes gaben Organisationsleiter Christian Stork und Grün-Weiß-Vereinsmanagerin Mareen Walbaum spannende Einblicke hinter die Kulissen des ältesten deutschen Straßenlaufes. Walbaum berichtete über die Weiterentwicklung des seit 2024 bestehenden Nachhaltigkeitskonzepts: „Die Laufshirts werden in diesem Jahr in Kassel aus europäischem Stoff produziert.“ Zudem kommen erstmals Mehrwegbecher in der Zielverpflegung zum Einsatz – ein Schritt, der zwischen 15.000 und 20.000 Einwegbecher einspart.

 

Natürlich standen bei Storks Ausführungen die fantastischen Anmeldezahlen im Mittelpunkt. Doch auch angesichts des erwartbaren neuen Teilnehmerrekords am Samstag, 4. April, steht der Orga-Chef nicht für ein unbedingtes Rekordstreben. „Uns geht es nicht darum, immer größer, größer, größer zu werden“, sagte Stork: „Uns liegen die Läuferinnen und Läufer am Herzen, denen wir Sicherheit, Qualität, ein tolles Lauferlebnis sowie Freude und Spaß bieten wollen. Wenn wir damit die 14.000, die in diesem Jahr kommen, beim Osterlauf halten können, dann sind wir gut aufgestellt für die Zukunft.“